In der Mitte des Nordatlans, etwa 1.500 Kilometer von Lissabon entfernt, ist die Azoreninselgruppe einer der außergewöhnlichsten Reiseziele, das Portugal zu bieten hat. Mit neun vulkanischen Inseln, intensiven grünen Landschaften, Kraterseen und einem außerordentlichen marinen Artenreichtum ziehen die Azoren immer mehr Reisende an, die nach authentischer Natur suchen. Und die azorischen Strände — obwohl sie sich von allem unterscheiden, was auf dem Festland bekannt ist — haben einen eigenen unverwechselbaren Charme.
São Miguel — die grüne Insel und ihre Strände
São Miguel, die größte Insel der Gruppe, konzentriert die meistbesuchten Strände. Die Praia dos Mosteiros, am äußersten Westen der Insel, ist eines der Postkartenmotive der Azoren: schwarzer vulkanischer Sand, steile Felsen und natürliche Schwimmbäder in Lavagesteinen. Manchmal zeigt sich das Meer als aufgewühlt, was die Strände ideal für Kontemplation und Fotografie macht. Die Praia de Santa Bárbara an der Nordküste hat dunklen Sand und konstante Wellen, die von Surfern geschätzt werden. Im Süden sind die Praia da Lagoa und die Praia do Pópulo ruhiger und bei Familien beliebter.
Terceira — natürliche Schwimmbäder und Lavaküste
In Terceira, der zweitgrößten Insel, fallen vor allem die Praia de São Roque und insbesondere die Piscinas do Biscoito auf — ein Komplex aus natürlichen Felsbecken im Norden der Insel mit Wasser von außergewöhnlicher Klarheit und umgeben von schwarzen Steinen, die farbenfrohe Flechten tragen. Es ist wahrscheinlich das einzigartigste Badeerlebnis Terceiras.
Faial — die blaue Insel
Der Faial, bekannt als „die blaue Insel" durch den Hyazinthen, die seine Straßen bedecken, hat in der Praia do Almoxarife seinen wichtigsten Sandstrand — schwarz, geschützte und mit Unterstützungsinfrastruktur. Noch spektakulärer ist die Caldeira do Capelinhos, wo die Eruption von 1957-58 einen neuen Landstreifen im Mondaussehen schuf, der noch praktisch unbewohnte graue Sandstrände hat.
Flores und Corvo — das Ende der atlantischen Welt
Die Inseln des Westlichen Gruppen — Flores und Corvo — sind die entferntesten der Azorengruppe und bewahren eine wildere Natur. In Flores liegen die Piscinas Naturais de Poço do Bacalhau an der Basis eines Wasserfalls, der direkt ins Meer fällt — ein Schauspiel von seltener Schönheit. Corvo, die kleinste Insel des Archipels, hat nur einige hundert Einwohner und ein natürliches Becken am Hafen, das einzige Badeort der Insel.
Pico — Bäder im Schatten des Vulkans
Die Pico-Insel wird vom gleichnamigen Gipfel dominiert (2.351 m, höchster Punkt Portugals) und hat schwarze Sandstrände mit einer dramatischen Atmosphäre. Die Praia dos Calhaurinhos und die Piscinas de São Roque do Pico sind die beliebtesten Badeorte. Das Meer um den Pico herum ist auch eines der besten Ziele für Walbeobachtungen — Wale und Delfine sind regelmäßige Gäste.
Wann man die Azoren besuchen sollte, um zum Strand zu gehen
Die Badesaison in den Azoren ist kürzer als auf dem Festland. Die idealen Monate sind Juli, August und September, wenn die Temperaturen bis 25-28°C steigen und das Meer bei 22-24°C liegt. Außerhalb dieses Fensters behält der Archipel seinen Charme (und wird viel günstiger), aber die Bedingungen für Seebäder sind unsicherer. Das azorische Wetter ist berühmt für seine Unvorhersehbarkeit: Es kann morgens regnen und nachmittags Sonne am selben Tag.
Schauen Sie sich unseren Strandleitfaden pro Insel an, um das azorische Badeerlebnis zu finden, das am besten zu Ihrem Reiseprofil passt.